Aktuelles Tagungsprojekt

Bürgerschrecken! Antibürgerliche Ästhetiken und Diskurse in der Romania (1870-1939)

Universität Wien – 7.-9. April 2021

Organisation und Konzept: Teresa Hiergeist & Benjamin Loy

Der Begriff und die Idee des „Bürgerlichen“ sind im Kontext gegenwärtiger gesellschaftlicher und politischer Polarisierungen einmal mehr zum Gegenstand kontroverser Debatten geworden. Insbesondere die Wiederkehr bestimmter antibürgerlicher Positionen erinnert in diesem Zusammenhang an die historischen Konstellationen der Moderne, innerhalb derer sich die bürgerliche Gesellschaft bekanntlich gegenüber zwei prinzipiellen Konkurrenz-Imaginarien des Sozialen herausbildet: der klassenlosen Gesellschaft von links und der autoritären Gesellschaft von rechts.

Vor diesem Hintergrund will die Tagung mit einem Fokus auf den französisch-, spanisch- und italienischsprachigen Literaturen und Kulturen antibürgerliche Ästhetiken und Diskurse in der Romania sowie die ideen- und theoriegeschichtlichen Dimensionen erschließen, die in der Moderne an das Konstrukt des „Bürgers“ und seiner Kritik geknüpft sind.

Neuerscheinung

Gustavo Guerrero, Benjamin Loy, Gesine Müller (eds.): World Editors. Dynamics of Global Publishing and the Latin American Case between the Archive and the Digital Age. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.

The existence of World Literature depends on specific processes, institutions, and actors involved in the global circulation of literary works. The contributions of this volume aim to pay attention to these multiple material dimensions of Latin American 20th and 21st century literatures. From perspectives informed by materialism, sociology, book studies, and digital humanities, the articles of this volume analyze the role of publishing houses, politics of translation, mediators and gatekeepers, allowing insights into the processes that enable books to cross borders and to be transformed into globally circulating commodities.

The book focusses both on material (re)sources of literary archives, key actors in literary and cultural markets, prizes and book fairs, as well as on recent dimension of the digital age. Statements of some of the leading representatives of the global publishing world complement these analyses of the operations of selection and aggregation of value to literary texts.

Content

Introduction

Open Access Edition

Kurt-Ringger-Preis 2020

Am 6. November 2020 hat die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz meine Dissertationsschrift Roberto Bolaños wilde Bibliothek: eine Ästhetik und Politik der Lektüre (De Gruyter 2019) mit dem Kurt-Ringger-Preis 2020 ausgezeichnet.

Die Verleihung auf der Jahresfeier der Akademie fand in digitaler Form statt, ein kurzes Video dazu gibt es unter folgendem Link zu sehen.

Wechsel an die Universität Wien

Seit dem 1. November 2020 bin ich am Institut für Romanistik der Universität Wien tätig.

Wichtiger Hinweis an alle Kölner Studierenden: Sie können ausstehende Hausarbeiten noch bis zum 15. März 2021 bei mir einreichen, danach nicht mehr. Bitte nehmen Sie vorab unbedingt Kontakt mit mir unter der auf dieser Webseite hinterlegten Mailadresse auf, da meine Kölner Mitarbeiter-Adresse nicht mehr funktioniert und ich auch keinen Zugriff mehr auf die entsprechenden Plattformen in Köln habe!

Neuerscheinung

Imaginationen des Sozialen

Benjamin Loy (Hg.), Simona Oberto (Hg.), Paul Strohmaier (Hg.): Imaginationen des Sozialen. Narrative Verhandlungen zwischen Integration und Divergenz (1750–1945). Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2020.

Der Band präsentiert die Forschungsergebnisse des wissenschaftlichen Netzwerks ‚Paragesellschaften‘. Unter diesem Leitbegriff werden ‚Gesellschaften in der Gesellschaft‘ in fiktionalen Texten untersucht, die als Räume zur Verhandlung sozialer Spannungsverhältnisse dienen. Im Zentrum steht dabei die Reflexion über den Begriff ,Gesellschaft‘ und dessen narrative Struktur, wie sie sich ab dem 18. Jh. herausbilden.

Durch die Ungebundenheit an eine originäre Diskursautorität kann ‚Gesellschaft‘ eine Pluralität von Rechtfertigungsnarrativen erzeugen, die der Legitimation einer bestimmten Imagination von Gesellschaft dienen und ihrerseits Gegennarrative provozieren. Fiktionale Werke werden so als Verhandlungsmedien solcher gesellschaftlicher Strukturnarrative analysiert. Dabei werden besonders ihre ästhetischen Potentiale in den Fokus gerückt, welche die Genese von, aber auch Kritik an je spezifischen Imaginationen von Sozialität erlauben, die vielfach bis in die Gegenwart nachwirken.

Videobeitrag – Digitale Lehre

OnlineLehre_1

Im ›Digitalen Semester 2020‹ an Universitäten und Hochschulen lehrt und lernt man in völlig neuen Umgebungen: Videokonferenz statt Seminarraum, Panopto-Videos statt Vorlesung. Jede/r, der oder die sich auf diese Form des Unterrichtens eingelassen hat, merkt, dass diese Formate eigene ästhetische, kognitive und ideologische Effekte zeitigen, die Dozierende nicht immer beeinflussen können. Dennoch verändern sie die Art zu unterrichten und das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden auf grundlegende Weise.

Über diese Situation habe ich mit meinen Kolleginnen aus der AG ›Online-Lehre‹ an der Jungen Akademie in Mainz nachgedacht. In unserem Video-Beitrag beleuchten wir den Ist-Zustand der digitalen Lehre kritisch und fragen zugleich, welche positiven Erfahrungen in die künftige Gestaltung von Lehrveranstaltungen einfließen können.

Link zum Video

Debate – Contar Roberto Bolaño

Am 11. Mai 2020 war ich gemeinsam mit der spanischen Autorin Blanca Riestra Gast in einer Gesprächsrunde des Instituto Cervantes München über Roberto Bolaño.

Das Video des Gesprächs (auf Spanisch) gibt es nun hier zu sehen: „Contar Roberto Bolaño: el lector salvaje“

Veranstaltungsankündigung:

Se puede considerar a Roberto Bolaño como el primer gran clásico de la literatura mundial del siglo XXI. A través de la recepción mundial de su obra, es posible discutir ciertas dimensiones sobre cómo funciona la circulación internacional de literatura en el presente. Al mismo tiempo, sus novelas son reflexiones sobre las dimensiones políticas, históricas y literarias globales de la modernidad. En un nivel estético solo podemos entender la obra del escritor chileno si leemos sus libros como grandes crucigramas intertextuales, en los que el lector salvaje Bolaño ha escondido una cantidad casi infinita de referencias a autores de la literatura mundial (de Occidente) de los últimos 400 años. Benjamin Loy, experto en la figura de Roberto Bolaño, habló con la escritora Blanca Riestra, en un coloquio virtual organizado por el Instituto Cervantes de Múnich. Daniel Graziadei, poeta, traductor y filólogo, moderó la velada.

Screenshot_2020-05-26 Kulturveranstaltungen des Instituto Cervantes

Aufnahme in die Junge Akademie

Screenshot_2020-05-06 Dr Benjamin Loy Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Die ›Junge Akademie | Mainz‹ ist das Nachwuchsförderungsformat der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Nachwuchswissenschaftler*innen und junge Literatur- und Musikschaffende werden in Anerkennung ihrer bisherigen herausragenden wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen für die Dauer von vier Jahren aufgenommen und in ihrer weiteren Laufbahn unterstützt.

Weitere Informationen unter folgendem Link: Neue Runde der Jungen Akademie Mainz

Liebesbriefe an Spanien

Screenshot_2020-04-30 Instituto Cervantes Berlin

Den kleinen Beitrag in dieser schönen Reihe des Instituto Cervantes Berlin über Corona, Lektüren und Europa gibt es hier zu sehen:

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Essay: Pandemische Zeit(ge)schichten

Beitrag im Pandemie-Projekt „Triakontameron“ (20. April 2020)

Corona-Times: pandemische Zeit(ge)schichten

Triakontameron